Kolumnen: "Die Gedanken sind frei"

Foto Christine Meier 150 150    Christine Meier, Leiterin Frauenhaus Bern, Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern

 Zum Beispiel Leila oder Daniela

Jede fünfte Frau erlebt einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt.

Leila wurde sehr jung mit einem Landsmann verheiratet, der übermässig eifersüchtig war und sie vom ersten Tag an nicht aus den Augen liess. Sie durfte nicht Deutsch lernen, keinen Kontakt mit ihrer Familie und ihren Freundinnen pflegen, ihr Handy und ihr Laptop wurden regelmässig von ihrem Mann kontrolliert. Sie konnte ihm nichts recht machen, er beschimpfte sie oft als unfähige Hausfrau und Mutter. Manchmal, wenn er sehr wütend war, schloss er sie mit dem kleinen Kind in der Wohnung ein und ging zur Arbeit.

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Verena Gertsch klein Verena Gertsch, "Das Beste der Region"

Saisonal? – Saisonal!

Kürzlich, an einer Veranstaltung: Die organisierende Firma hatte als Zwischenverpflegung einen üppig bestückten Früchtekorb bereitgestellt. So weit, so gut – was bei mir jedoch ungläubiges Kopfschütteln auslöste war die Tatsache, dass zuoberst auf Aprikosen, Pfirsichen, Birnen etc. (notabene Mitte Juni auch noch nicht aus heimischer Produktion) weisse und blaue Trauben thronten! Über die Herkunft der Trauben kann man nur rätseln, sie dürften viele Flugstunden hinter sich haben!

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Simon Bichsel provisorisch

Simon Bichsel, Präsident OGG

Männer planen ihre Karriere, Frauen warten darauf, entdeckt zu werden

Dieser Satz stammt von der damaligen Nationalrätin Frau Ruth Grossenbacher anlässlich einer Präsidentinnen-Tagung der Frauenzentrale Bern vom 18.11.1999. Ich erlaube mir, ihn ins Zentrum meiner Kolumne zu stellen.

Trotz gesetzlichen Grundlagen und seit 1981 in der Verfassung verankerter Lohngleichheit gibt es immer noch Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Absolut stossend finde ich es, wenn die gleiche Arbeit nicht gleich entschädigt wird. Die Natur hat aber wohl bewusst Unterschiede vorgesehen für Mann und Frau. Das wirkt sich beispielsweise auch in einer Kollegialbehörde aus. Als ehemaliger Gemeindeschreiber bin ich mir voll bewusst, dass ein aus beiden Geschlechtern zusammengesetzter Gemeinderat bessere Entscheide fällt, als wenn ausschliesslich Männer im Rat sitzen.

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Nadja Pieren kl

Nadja Pieren, Nationalrätin, Präsidentin Gemüseproduzentenvereinigung Bern Freiburg (GVBF), Präsidentin Fleischfachverband Kanton Bern (FFV), Verwaltungsrätin Radio NEO1

Insel im Dschungel der Digitalisierung

Ein Gespenst wird an die Wand gemalt: «Der Mensch droht immer mehr durch Technik ersetzt zu werden. Ganze Branchen könnten bald durch Algorithmen wegrationalisiert werden. Man fragt sich, ab wann nicht der Mensch die Computer beherrscht, sondern die Computer den Menschen.»

Wir können die Entwicklung nicht vorhersehen, aber wir spüren, wir sind in einem Umbruch der auch unsere Gesellschaft verändern wird. Wie genau bleibt ungewiss. Wir erkennen nur, dass die sogenannte «Digitalisierung» neben grossen Erleichterungen auch Nachteile und sicher Veränderungen mit sich bringt.

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