Tagebuch Kathrin Wenger

  • Donnerstag, 14 Juni 2018 08:52

Kathrin Wenger beschreibt ihre Woche bei Doris Schwarzentrub in Oberfrittenbach

 

Montag, 28.05.2018

Ich reise immer am Montagmorgen auf den Betrieb, damit ich den Sonntag noch ganz mit meiner Familie geniessen kann. Wir starten mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor mein täglicher Rundgang zu den 2000 Masthühner beginnt. Ich kontrolliere, ob es Allen gut geht, keines verletzt ist und füttere sie. Anschliessend öffne ich die Klappen, damit sie auf die Weide können.

Wie jeden Montag widme ich mich der Wäsche, sortiere und verräume sie und bügle das Notwendige (Hemden, schöne Kleider).

Dann durfte ich mit Christof Silieren gehen. Als es Zeit zum Mittagessen war, nahmen wir die Kinder, welche auf dem Heimweg von der Schule waren, mit nach Hause. Als wir das feine Riz Casimir, welches Doris kochte gegessen hatten, gingen wir noch fertig silieren. Nach dem Hüehnerle richtete ich Gemischte Salate und Plätzli zum Znacht an. Als die Küche aufgeräumt war, ging ich im mein Zimmer und machte noch Aufgaben von der Schule.

 

Dienstag, 29.05.2018

Mein Tag fängt jeweils am Morgen um 6:45 Uhr an. Ich wecke immer zuerst die drei ältesten Kinder und wenn sie sich parat machen um in die Schule/Kindergarten zu gehen, bereite ich das Frühstück vor. Sie müssen schon früh aus dem Haus, da die Bushaltestelle nicht in der Nähe vom Betrieb liegt. Wenn sich die Kinder auf den Weg machen, gehe ich zu den Hühnern. Wenn Doris und Christof im Stall fertig sind, nehmen wir zusammen das Frühstück. Am Dienstag und Donnerstagvormittag bin ich meistens mit Irina alleine, weil Doris arbeiten geht. In dieser Zeit putze ich das obere Stockwerk. Zum Mittagessen sind Christof, Irina und ich alleine, weil die anderen Kinder am Dienstag immer in der Schule essen. Ich machte Käseschnitten mit Salat. Am Nachmittag jätete ich im Garten das Unkraut und versetzte Salat. Danach machte ich im Stall das Melkgeschirr bereit und goss die Blumen. Als alle zu Hause waren, bereitete ich das Zvieri vor und ging nach der Stärkung zu den Hühnern um die Klappen Fuchssicher zu verschliessen. Als wir zum Znacht Spiegeleier genossen hatten und anschliessend alles verräumt war, machte ich Feierabend.

 

Mittwoch, 30.05.2018

Am Mittwoch haben wir im Inforama Waldhof in Langenthal Schule. Um 6:20 Uhr fahre ich immer mit dem Töffli nach Langnau, weil noch kein Bus fährt. Nach Ramsei nehme ich dann den Bus und für den Rest der Strecke den Zug. In Burgdorf treffe ich bereits die ersten Schulkolleginnen. Die anderen sehe ich am Bahnhof, wenn wir auf den Bus Richtung Waldhof warten. Heute waren wieder mal Alle gut gelaunt und es wurde viel gelacht. In der ersten Lektion organisierten wir den Schulabschluss, welchen wir am 4. Juli feiern werden. Den Rest vom Morgen hatten wir Haushaltsführung und schauten die verschiedenen Böden genauer an. In dieser Zeit hat die andere Klasse für uns gekocht und wir konnten feine Spätzli mit Gemüsezutaten geniessen. Am Nachmittag war ABU angesagt. Zuerst schauten wir die Rechtschreibung an und im zweiten Teil die Flächenberechnung. Um halb Fünf Uhr steuerten wir wieder Richtung Lehrbetrieb. Als ich in Langnau angekommen war, fuhr ich wieder mit dem Töffli auf die Fluhnasen. Doris ging heute Abend in die Trachtengruppe und Christof in den Jodlerklub. Deshalb machte ich für die Kinder und mich das Znacht und schaute, dass alle ins Bett gingen. Als es still wurde, machte ich noch einige Aufgaben, dass ich sie nicht übers Wochenende machen muss, dann wurde es auch bei mir ruhig.

  

Donnerstag, 31.05.2018

Wie immer weckte ich um 6:45 Uhr die Kinder. Als die älteren drei Kinder aus dem Haus waren, brachte Doris Irina vor dem Arbeiten zu ihrer Gotte Martina. Als ich meinen «Hühnerrundgang» gemacht hatte, reinigte ich noch den Milchtank. Am Donnerstagvormittag putze ich normalerweise das Untergeschoss. Heute jedoch gingen Christof und ich mit dem Traktor nach Langnau. Dort holten wir das Silo, welches er am Vortag gemäht hatte. Als wir fertig waren, warteten die Kinder zu Hause bereits auf uns. Da es schon nach Mittag war, kochte ich schnell einige Teigwaren mit Plätzli und Salat. Christof ging nach dem Essen wieder mähen. Als er fertig war, holten wir noch Silo, welches für die Rinder vorgesehen war. In dieser Zeit kamen Doris und Irina nach Hause. Als wir mit silieren fertig waren, gab es feine Erdbeerküchlein, welche Doris vorbereitet hatte. Anika und Robin haben am Abend Sportklub und Schwingen. Da sie erst spät nach Hause kommen, esse ich mit den Anderen das Abendessen und geniesse den Feierabend.

  

Freitag, 01.06.2018

Mein Morgen verlief wie jeden Tag. Als die Kinder in die Schule gingen, machte ich den Hühnerrundgang. Nach dem Frühstück durfte ich mit dem Töffli zum Sunnsytli fahren, welches einige Minuten vom Betrieb entfernt ist. Das Sunnsytli ist ein gemütliches und traditionelles Ferienhaus, für welches Doris verantwortlich zum putzen ist. Es ist zweistöckig und hat acht Schlafplätze. Als ich alles geputzt hatte, nahm ich die Bettwäsche mit dem Töfflianhänger auf den Betrieb, welche ich anschliessend wusch und bügelte. Ich freue mich immer, wenn ich ins Sunnsytli darf, denn es gibt eine Abwechslung zum Alltag, auch mal ein anderes Haus zu putzen.

Um am Wochenende wieder nach Grindelwald zu reisen, kann ich meistens um 16:30 Uhr mit Doris nach Langnau fahren, denn sie geht am Freitagabend auch arbeiten. Auf der Zugfahrt nach Grindelwald treffe ich meistens einige Kollegen, somit geht die zweistündige Fahrt schnell vorbei.

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  • Letzte Änderung am Sonntag, 17 Juni 2018 15:45

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